Medizintechnik in Deutschland

Medizintechnik in Deutschland wird getrieben durch mittelständische und kleine Unternehmen, welche den Hauptmotor der deutschen Medizintechnik darstellen. Diese Unternehmen bilden sogar einen wichtigen Teil der internationalen Medizintechnik. Im Vergleich dazu sind es in  Japan und den USA meist große Konzerne. Diese Unternehmen bilden sogar einen wichtigen Teil der internationalen Medizintechnik

Die Medizintechnik in Deutschland in Zahlen

Die Exportzahlen stiegen in nur sieben Jahren im Durchschnitt um 10,4 Prozent an. Verglichen mit dem Gesamtexport, der eine Wachstumsrate von 7,2 Prozent aufwies, ist die Exportquote der Medizintechnik in Deutschland überproportional hoch. Auch die Importquote der Medizintechnik stieg in diesem Zeitraum mit 7,3 Prozent mehr an als der Anstieg des Gesamtimports. Dieser verzeichnete ein Wachstum von rund 5,5 Prozent. So ist die Medizintechnik ein sehr lukrativer Wachstumsmarkt und wird nach Einschätzung der Experten auch weiterhin einer bleiben. Auch Konjunkturzyklen können nach Meinung der Experten dem stetigen Wachstum der Medizintechnik-Branche nichts anhaben. Die deutsche Medizintechnik-Branche hat in Deutschland einen Umsatz von circa 19 Milliarden Euro. 170.000 Menschen arbeiten in der Branche in Deutschland. Weiterhin werden rund neun Prozent des Umsatzes in Forschung und Entwicklung investiert, womit die Zukunft der Medizintechnik gut sichergestellt werden kann. Doch diese Investition ist auch notwendig: Ein Drittel des Umsatzes erzielen die Medizintechnik-Unternehmen mit Produkten, die nicht länger als drei Jahre auf dem Markt sind. Folglich ist die permanente Innovation der Medizintechnik gleichzeitig auch die Sicherstellung der eigenen Zukunft.

Die Entwicklung der Medizintechnik in Deutschland

Diese Entwicklung ist zurückzuführen auf den demografischen Wandel der Gesellschaft. Die Lebenserwartung der Menschen steigt, vor allem in den Industrieländern, stetig an. Dies ist bedingt durch die immer besser werdende medizinische Versorgung. Hierdurch entsteht eine Art Teufelskreis, welche die gute Entwicklung und Notwendigkeit der Medizintechnik auch in Deutschland erklärt. Weiterhin kommt dieser Entwicklung das sich ändernde Verständnis von Gesundheit zugute. Der Trend geht dahin, dass sich besserndes Wohlbefinden zunehmend mehr mit in die Definition von Gesundheit aufgenommen wird. Dies führt zu einer höheren Bereitschaft von Patienten auf eigene Kosten qualitativ hochwertigere Dienstleistungen und Produkte zu bezahlen.

Der steigende Export und Import in der Medizintechnik ist als Indiz zu werten für die Internationalisierung sowie die zunehmende internationale Zusammenarbeit innerhalb der Medizinbranche. So wird ein zunehmender Anteil des Imports nur geringfügig weiterverarbeitet und wieder exportiert. Es mussten jedoch auch Einbußen an Marktanteilen der deutschen Produzenten hingenommen werden. Hierzu ist zu erwähnen, dass der Inlandsmarkt in Deutschland mehr Wachstum verzeichnet, als die inländische Produktion. Hauptimporteure der Medizintechnik-Produkte in Deutschland sind andere EU-Länder mit  39,3 Prozent, die USA mit 27,8 Prozent und Asien mit 16,5 Prozent. Doch der deutsche Markt hat auch seine Mängel: Die intensive staatliche Regulierung zieht einen vergleichsweise schwache Entwicklung dieses Marktes nach sich. Die Gesundheitspolitik wird zunehmend auf Sparsamkeit und Kostendämpfung ausgerichtet, was die grundsätzlich wünschenswerte Weiterentwicklung der Medizintechnik bremst.

Durch zahlreiche, gut ausgebildete Ingenieure, Mediziner und Forscher hat Deutschland ein hohes Potential neue Produktinnovationen zu entwickeln und auf den Markt zu bringen. Deutschland punktet hier besonders durch zahlreiche Universitätskliniken und Kompetenzzentren. Weiterhin sind die Zulassungszeiten für Neuentwicklungen in der Medizintechnik in Deutschland vergleichsweise kurz.

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